Genuss ist der
beste Koch
Abbildung: Kochbeutel
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Darauf kommt's an

Foto: Mangold wird geschnitten
1. Lieber frisch als getrocknet, denn frische Kräuter liefern nicht nur mehr und vielfältigeres Aroma, sondern auch mehr gesunde Inhaltsstoffe. Wer keine Zeit zum Einkauf von Frischem hat, sollte sich wenigstens einen Vorrat an Tiefkühlkräutern anlegen. Sie sind immer noch aromatischer als die getrockneten.

2. Besser frisch gemahlen als pulverig,
denn frisch gemahlene Gewürze enthalten mehr Aromastoffe. Das gilt für schwarzen und weißen Pfeffer wie etwa für Senfkörner.

3. Weniger ist manchmal mehr, deshalb: Ungewohnte Kräuter und Gewürze erst einmal sehr sparsam verwenden, probieren und dann notfalls nachwürzen. Am besten testen Sie erst einmal auf einem Löffel mit etwas Sauce oder einer kleinen Portion des zu würzenden Gerichts – so können Sie ganz gefahrlos experimentieren.

4. Individualisten experimentieren. Auf dem Land mischen Inderinnen ihren Curry heute noch selbst an. Das ist vielleicht zu viel verlangt, denn zum indischen Currypulver gehören bis zu 15 Gewürze (auf jeden Fall Gewürznelke, getrockneter Ingwer, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Kurkumawurzel, Macis, Muskatnuss und Zimt, dazu je nach Geschmack Bockshornklee, rote Chilis, Knoblauch, Mohn- & Senfsamen, Rosmarin). Aber wenn Sie zum Beispiel etwas Anis ins Kochwasser zu Ihrem reis-fit-Beutel geben, passt das sehr gut zu asiatischen Rezepten. Kardamom statt Safran in den fertigen Reis liefert eine überraschende Aromavariante und Dill passt nicht nur zu Gurke, sondern würzt auch Rührei überraschend gut.

5. Neue Schärfe gewünscht? Probieren Sie 1. Wasabi, den grünen japanischen Meerrettich. Es gibt ihn als Pulver, das einfach nur mit Wasser angerührt werden muss. Seine beinahe stechende Schärfe passt nicht nur zu Sushi, sondern gemixt mit etwas Sahne, Zitronensaft und Zucker auch zu Rindfleisch und geräuchertem Fisch. Experimentieren Sie 2. mit chinesischem Szechuan-Pfeffer. Auch er ist extrem scharf, mit einer prickelnden Note. Versuchen Sie 3. Sambal, die dickflüssige, meist sehr scharfe indonesische Würzpaste. Sambal Olek enthält als Würzmittel nur Chilischoten und Essig, Sambal Asam erhält sein Aroma durch Garnelenpaste und Tamarindensaft und Sambal Manis wartet neben der üblichen Würze zusätzlich mit einer süßlichen Note auf.

6. Auf den Zeitpunkt kommt es an. Feine Frischkräuter wie z. B. Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Estragon, Kerbel, Koriander, Liebstöckel, Majoran,  Salbei und Zitronenmelisse werden nicht mitgekocht, weil dabei ihr Aroma verloren geht. Die robusteren Vertreter wie Rosmarin oder auch Oregano schmoren dagegen gern eine Weile mit.

7. Trockene Gewürze gehören in gut verschlossene, dunkle Gläser. Wenn diese Gläser dann noch im Obstfach des Kühlschranks liegen, hält sich das Aroma besonders lang. Im Ganzen aufbewahrte Gewürze wie Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Zimtstangen, Vanilleschoten, Muskatnüsse und Kümmelsamen bewahren ihren Intensivgeschmack länger als in Pulverform.

8. Frische Kräuter brauchen Feuchtigkeit.Wenn sie nicht gleich verarbeitet werden - kurz abduschen und feucht in atmungsaktive Klarsichtfolie hüllen (sehr locker!). Dann halten sie sich im Kühlschrank mehrere Tage.
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