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Das Lexikon

Foto: Wiegemesser mit Kräutern
Anis zeichnet sich durch einen intensiven Lakritzgeschmack aus. Passt besonders gut zu Kuchen und Kleingebäck.

Basilikum schmeckt pikant-süßlich, pfefferig-würzig; dunkelrotes Rubin-Basilikum erinnert im Aroma an Nelke, Zitronenbasilikum ist natürlich zitronig, Mexiko-Basilikum überrascht mit einem zarten Zimtaroma.

Bohnenkraut hat einen pfefferig-würzigen Geschmack. Eine gute Handvoll im Kochwasser intensiviert den Geschmack grüner Bohnen.

Curry ist weniger ein Gewürz als vielmehr eine Gewürzmischung. Seine Aromen erhält es unter anderem durch Kurkuma, Chili, Kardamom, Koriander, Ingwer, Kreuzkümmel, Muskat, Bockshornklee, Zimt, Nelken und Piment – Menge und Zusammensetzung variieren jedoch.

Dill verfeinert mit seinem süßlich-aromatischen Geschmack vor allem das Dressing zum Gurkensalat sowie Saucen zu gedünstetem Fisch.

Estragon hat einen sehr typischen, kraftvoll-würzigen und eher süßlichen Geschmack, der andere Aromen leicht dominiert.

Fenchelkraut zeichnet sich durch ein leichtes Anis- und Lakritzaroma aus.

Ingwer schmeckt in Scheiben frisch von der Wurzel geschnitten ziemlich scharf und gleichzeitig süßlich-zitronig-aromatisch. Wenn Sie ihn in Pulverform verwenden, dominiert die Schärfe das frische Zitrus-Aroma.

Kerbel zeichnet sich durch einen feinen Anis-Fenchelgeschmack aus, gehört unbedingt in die „grüne Sauce“, ist sonst aber etwas aus der Mode gekommen.
Foto: Frau mit Mörser
Koriander wird auch „chinesische Petersilie“ genannt, weil er in China ebenso häufig verwendet wird, wie Petersilie in unserer Küche. Charakteristisch für das Grün ist ein frischer, leicht bitter-seifiger Lauchgeschmack.

Kümmel gilt als magenschonend, aber die Wirkung ist bei sparsamer Verwendung minimal. Diese Sparsamkeit ist notwendig, weil sein anisartig-süßer Geschmack sonst alle anderen Aromen überwältigt.

Liebstöckel heißt auch „Maggikraut“ und genau so schmeckt es.

Lorbeerblätter wurden früher immer nur getrocknet verwendet, aber frisch kommt ihre herbe, wald- und holzartige Würze viel besser zur Geltung. Sie können problemlos mitgekocht werden.

Majoran schmeckt herzhaft-kräftig und pikant-blumig.

Muskatnuss sollte immer frisch gerieben werden (sparsam, weil das abgeriebene Pulver sehr stark schmeckt), denn dann kommt sein süßlich-bitteres, angenehm gewürzhaftes Aroma am besten zur Geltung. Passt zum Beispiel zu Kartoffelpüree und Frikassee.

Nelken riechen und schmecken sehr intensiv, gleichzeitig scharf und süßlich. Traditionell finden sie Verwendung in der Weihnachtsbäckerei, aber auch in vielen exotischen Gerichten.

Oregano ist in jeder Hinsicht herber als sein zarter Vetter Majoran, deshalb kann er auch mitgekocht werden – z. B. in der Tomatensauce zur Pasta.

Paprika wird in drei Schärfe-Varianten verkauft. Am gängigsten und angenehmsten in seiner Aromazusammensetzung ist „edelsüß“.

Petersilie
schmeckt in der glattblättrigen Form nach mehr als in der krausen, aber immer süßlich-würzig.
Foto: Reisschale
Pfeffer ist in weiß würziger, aber weniger scharf als in schwarz. Die grüne Variante aus nicht getrockneten Körnern verbindet Würze mit sanfter Pfefferigkeit. Rosa oder „roter“ Pfeffer ist mit dem Original weder verwandt noch verschwägert und noch milder.

Rosmarin gab´s bis vor kurzem nur als getrocknete Nadeln. Heute wird das Kraut meist frisch und als ganzer Zweig mitgekocht - weil sein harzig-kräftiges Aroma so am besten zur Geltung kommt. Nicht mitessen - zu holzig!

Salbei mit seinem herbduftigen Aroma ist uns vor allem aus der italienischen Küche bekannt  – hier verleiht es dem Klassiker Saltimbocca den letzten Schliff.

Safran schmeckt honigartig süß und zart bitter. Da er aus den Blütennarben einer Krokospflanze besteht, die per Hand gepflückt werden müssen, ist er sehr teuer, aber einige wenige Fäden genügen um 2-Personen-Reis Farbe und einen ausgefallenen Geschmack zu geben. Unverzichtbar ist Safran für die Zubereitung von Risotto alla milanese.

Zitronenmelisse schmeckt, wie sie heißt - nach Zitrone und melissenhaft medizinisch.

Vanille gibt’s als Mischung mit Zucker, den typischsten Süßspeisengeschmack liefert die Schotenschale, wenn sie mitgekocht wird. „Naturidentische“ Vanille kommt zu 100 % aus der Retorte.

Zimt schmeckt ebenfalls weit intensiver, wenn die ganze Stange mitgekocht wird.  Sie liefert weit mehr des süßlichen, leicht brennenden Aromas als das Pulver.
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